Donnerstag, 25. November 2010

Meine liebste Rasselbande.



Der nächste Astrid Lindgren Roman wurde geöffnet! Diesmal war es die Kinder aus Bullerbü und Passagen aus Lotta aus der Krachmacherstraße.
Die 4 Kinder und ich sind jeden morgen mit einem Pferd, einem Hund und noch nem kleinen Welpen 15 min zum Schulbus gelaufen durch wieder einmal wunderschönste tasmanische Landschaft oder haben auch mal die alte Nachbarin( Tante Berg für die Astrid Lindgren Fans) besucht. Die kleine Freya (Lotta!!!!) und ich sind dann immer wieder nach Hause und haben dort den halbe Tag verbracht, um die andern dann nachmittags wieder abzuholen.




Außer bei Nestlers hab ich mich noch nie auf Anhieb so wohl und dazugehörig gefühlt in einer eigentlich fremden Familie! Das Nanny sein ist mir so leicht gefallen obwohl ich meist 6 Kinder gleichzeitig gehütet hab, weil alle noch Freunde mit brachten. Aber wir haben uns alle so gut verstanden und die beiden anderen haben mich so an mich und Sophia früher erinnert!


Wir haben Muffins gebacken und alles mögliche noch gekocht, auf dem trampolin gesprungen, Spaziergänge gemacht, Fotoshootings und getanzt ( alle 4 Tänzerinnen wie wir und habe die ganzen Tanzvideos gesehen in teilweise exakt den gleichen Schneeflöckchenkostümen:)

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Die ersten beiden Tage musste ich noch Gartenarbeit machen und ich habe eine Wand im Haus gezogen , aber dann haben sie die Vorzüge einer Vollzeit Nanny erkannt und dann bracuht ich nur noch das machen, was für mich nicht wirklich anstrengend war sondern nur Spaß gemacht hat.
Die Eltern wollten mich garnicht mehr gehen lassen und wollen mich als Au-pair engagieren falls das mit dem Studium in Berlin nicht gleich klappt:)

Ich hatte so viel Spaß mit meinen 4 neuen Geschwistern und auch an sich hat die Familie viel mit mir unternommen! Wir waren im Rainforest bei den Lilydale Falls, wo ich auch die erste Schlange gesehn habe hier in Australien. Sie war riesig aber eigentlich war es nur witzig, weil wir 6 Mädels ( Kinder, Mama und ich) zusammengpfercht beieinander standen vor Schreck und Fiona uns anwies Lärm zu machen. Haha da stand also eine kleine aufgescheuchte Gruppe mitten im Busch die wie wild auf den Boden trampelt und rumschreit:)

Es hat die ganzen Tage die Sonne geschienen und es war um die 28 Grad, der Sommer lässt sich also langsam blicken! Einen Tag waren wir auch im wundervollen Pool mitten in einem Gorge Reservat, der eigentlich einzigsten aber dafür atemberaubenden Attraktion Launcestons.

Am Wochenende war ich dann noch mit meiner Hostmama Fiona auf einer Salsa- (natürlich!) Zumba -Party:)
Das war extrem cool, außer das es anfangs bisl blöd war, dass diese Leute alle aus ihrem Salsakurs waren, die also lauter Schritte beherrschten aber dafür habe ich umso mehr dazu gelernt!!( Also beim Salsateil, der Zumbateil ist wie gesagt sehr einfach aber dafür spaßig)
In höchstens drei jahren gibt es das übrigens auch bei uns, das wette ich!Und es wird ganz groß werden, die Deutschen werden drauf stehen, wie auch schon die Amerikaner und jetzt die Australier.
Das witzige ist allerdings, das der eine Salsatänzer aus Costa Rica mir erzählt hat, dass er vor 6 Jahren genau das in Fitnessstudios hier angeboten hat , man ihm aber gesagt hat, dass Work-out nichts mit Hüften schwingen zu tun hat usw.! Hoho und jetzt ist das hier der Riesenhype!!!

J aufjedenfall hab ich den ganzen Abend mit lauter Farmern getanzt und irgendwann flutscht es einfach, man wird ja geführt:) Die Partner wurden ständig gewechselt und es war richtig wie in den Filmen, wenn es Partys auf dem Land gibt. Jeder tanzt mit jedem, von Jung bis Alt und man hat einfach nur Spaß. Es gab sogar ein kleines Buffet. Haha wie süß.

An meinem letzten Tag war ich dann auch noch mit bei einem Mountainbikerace, da der Papa das professionell macht, noch ein Grund warum wir wenn ich mit Norbert noch mal her komm diese Familie besuchen müssen:)
Haha und da kannt ich dann schon voll viele, von der Party und die ganzen Eltern und Geschwister, dessen Kinder ich auch gehütet und bekocht hab:) Also schon voll integriert. Deshalb habe ich auch entschieden, und darüber könnte ich glücklicher nicht sein, dass ich über Weihnachten zurückkomme! Denn eine schönere Ersatzfamilie könnte ich mir nicht vorstellen.


Donnerstag, 18. November 2010

Hobart.

Der Abschied war natürlich wieder traurig von meiner Familie, besonders von dem kleinen!Der saß bis zum Schluss auf meinem Arm und hat mich festgehalten:)

Hobart, die Hauptstadt von Tasmanien, ist ein wunderschöner Mix aus Templin und Warnemünde! Klein und überschaulich, lauter Kunstläden und Cafes und einfach alles niedlich. Nach den beiden Großstädten Sydney und Melbourne mal richtig schön.





In meinem Hostel, das erste mal seit meiner Ankunft mal wieder ein YHA, war echt so ein anderer Standard als ich es bisher gewohnt bin!Alles sauber und hübsch:) Aber die Leute...
Meine neue Theorie ist: Je ranziger die Küche, desto netter und offener die Menschen!
Aber ich habe mich gleich am ersten Tag mit Inge angefreundet!
Nachdem ich ihr auf Englisch geholfen habe wie man im Internet Flüge bucht, haben wir dann in unserem Zimmer herausgefunden, dass sie auch deutsch ist.
Sie ist 65 Jahre alt und wollte nachdem alle Kinder raus sind und ihr Mann bereits '86 verstorben noch einmal auf große Reise gehen, nachdem sie schon einmal in jungen Jahren eine Weltreise hinter sich hatte.
Sie war ein wundervoller Gesprächspartner und wir hatten viel Spaß. Das einzige etwas negative war, als sie es für nötig befunden hat mich um 7 Uhr morgens an ihrem Abreisetag zu wecken um mich von mir zu verabschieden. Aber ja auch irgendwie süß.

Am Dienstag dann habe ich zum ersten Mal hier in Australien eine Tour gebucht. Und es war ein atemberaubender Trip!!
Zu meinem Glück war dieser Dienstag natürlich der erste Sonnentag seit Wochen, sodass wir von allen Bergen immer super Aussicht hatten. Wir waren eine kleine Gruppe und natürlich fast alles nur Asiaten! Übrigens auch in meinem Hostel. Als Inge ausgezogen ist , sind auch die anderen 4 japanischen Mädchen ausgezogen und al ich nachmittags ins Zimmer kam, waren 5 neue Asiaten da! Es gibt wohl einen ganz berühmten Showmaster in Asien, der einen Dreiteiler über Tasmanien gemacht hat und seitdem pilgern sie alle hierher.
Aber alle sehr freundlich!Habe jetzt schon lauter Visitenkarten auf denen ich nix verstehen kann außer die emailadresse:)



Zurück zur Tour.
Ich war die jüngste und danach kam unser Tourguide, weshalb ich eigentlich die meiste Zeit mit ihm verbracht hab und noch einer Frau aus Litauen, eine burschikose Lesbe, die soo witzig war in ihrer Art, dass ich mich nur krank gelacht hab mal wieder. Mit der fahr ich auch heute innem Bus von der Organisation nach Launceston, in den ich mich durch die Freundschaft zum Tourguide John auch noch einbuchen konnte, weil der viel billiger ist als der öffentliche Bus und dazu noch einen Zwischenstop in irgendnem historischen Village macht...






Wir waren im Mt Field National Park bei den Russel Falls und an allen möglichen Seen, dann noch in einem Wildlife Sanctuary, wo wir die Tasmanischen Teufel gesehen haben und dann hat John noch für uns Überstunden gemacht und wir sind um halb sechs noch auf den Mt Wellington raufgefahren, der über Hobart ragt.





Mein neues Lieblingstier ist jetzt der Wombat! Koala ist abgeschrieben. Man kann meine tiefste Freude am netten Doppelkinn erkennen.




Den ganzen Tag lang sind wir in nem kleinen VW Bus durch die superschöne Landschaft gefahren und haben laute Musik mit seinem I-pod gehört.
Wundervoller Tag.

Gestern Abend war ich dann auch mal weg hier in der einzigen Disko:) War echt ein bisl wie auf Föhr in der Dorfdisko.Ganz Hobart vereint:) Aber bisschen besserer Spot, mit Glasfronten die einen auf den Hafen und das Meer blicken lassen haben.

Also eigentlich fühl ich mich schon wieder so wohl, dass ich wieder nich weiterreisen will, aber mein nächstes Farmabenteuer wartet schon um 5.30 am Busdepot auf mich:)

Montag, 15. November 2010

time is running!

Ich bin heute auf den Tag genau 2 Monate hier und wie ihr ja mitbekommen habt ist alles nur ganz wundervoll.

Ich möchte euch hiermit für all eure Unterstützung danken!!!!!
Danke, dass ihr meinen Blog lest und mir so liebe Sachen schreibt.
Bin einfach nur dankbar für jeden einzelnen von euch!
Es macht einfach nur Spaß alles mit euch zu teilen und deshalb bleib ich stets motiviert das hier weiter zu führen!

Liebe um die Welt!

Hippieleben im Bayern Australiens - Tasmanien!



Beim Flug habe ich mich nur krank gelacht. Ich saß neben nem Pärchen um die 60 aus Las Vegas!
Und sie waren wirklich der Inbegriff von Amerikaner:)
Er hat sich breitbeinig und Kaugummikauend über die Enge des Flugzeugs aufgeregt aber war total begeistert von meinem marvellous trip.Haha immer schön extrem.
Und sie war die ganze Zeit nur besorgt um mich, weil ich ihrer Enkelin so ähnlich sah.
Aber sie wird jetzt immer für mich mitbeten!
Na dann:)


Ich wurde dann Blind-date mäßig in nem Cafe abgeholt und dann auch gleich wieder mitten in der Pampa rausgelassen, da ich natürlich gleich an der Zumbatanzstunde teilnehmen wollte, die meine WWOOFing Mom unterrichtet.
Zumba-Dance ist hier total angesagt und ist in jedem kleinen Fitnesscenter zu finden. Es ist eigentlich nichts anderes als die Kinderdisko in den Clubhotels jeglicher kanarischer Inseln! Aber es war sehr witzig und einfach cool in der common hall, ein Haus mitten im Wald mit lauter Frauen zu Urlaubsmusik zu tanzen.


Das Grundstück meiner Familie ist riesig, sie haben 4 Schafe und gerade Meerschweinchenbabies!!
Bin in der totalen Hippiefamilie gelandet, es gab nur organisches und vegetarisches Essen, welches meist sehr gut war und dabei gab es nicht einmal Nudeln! Habe also viel über die Vielfalt der gesunden und vegetarischen Küche gelernt. Und die Kinder waren mit verschiedenen Nusssorten und getrockneten Früchten als Süßigkeiten auch mehr als zufrieden!
Das einzige was mich anfangs schon gestört hat, dass es keine Tür zum Bad gab, nur nen kleinen Vorhang.Haha.
Und manchmal musst ich schon über mich selbst lachen, wenn ich meinen Kaffee rausgeholt hab, sobald manchmal alle aus dem Haus waren und mir dazu nutellabrot(hat ich auch noch im Rucksack) mit Banane gegessen hab:)
Und einmal musst ich auch inen selbstgepressten Saft wegkippen(Gott sei Dank war ich gerade dabei das Badfenster zu streichen, so isses keinem aufgefallen!), der dann doch echt zu gesund geschmeckt hat, Möhre Apfel Petersilie!


Aber an sich habe ich mich sooo wohl gefühlt!!Die Kinder und ich haben uns sofort ineinander verliebt und hatten viel Spaß und Kuscheleinheiten miteinander, jeden Morgen sind sie in mein Bett gekrabbelt und ich habe ihnen was vorgelesen:)
Ich habe tagsüber meist draußen im Garten gearbeitet, Gemüsebeete erneuert, Schafställe ausgemistet, geschorene Wolle gereinigt.
Es wat immer ziemlich anstrengende Arbeit aber in der wundervollsten Kulisse(Allein mitten in den Bergen) und dann kommt man von der frischen Luft rein und sitzen am Feuer und trinken Pfefferminztee aus den Blättern, die ich aus Versehen beim Unkraut jähten mit abgerissen hab:)

Ich habe mich gefühlt wie in einem von Astrid Lindgrens Büchern, nicht zuletzt weil mich der kleine Quinlan mit deiner Art soo sehr an Michel aus Lönneberga erinnert hat.

Einen Abend habe ich dann mit Brenda eine Choreografie zusammengestellt zu twist and shout. Haha. Und ich bin dann echt in nem eigentlich fremden Haushalt durchs Wohnzimmer getwistet, meistens mit dem kleinen auf dem Arm und alle sind voll abgegang:)So angenehm war die Stimmung, dass ich mich kein bisschen unwohl gefühlt hab!


Dann jedoch am vorletzten Tag, kam doch heraus, dass es einfach keine normalen Menschen sind:)
Die Aufgabe war biodynamic 500 spray auf dem ganzen Grundstück zu verteilen, damit danach alles super wächst und gedeiht. So weit so gut!
Wir haben dann einen Rieseneimer mit Wasser gefüllt und er holt eine Minitüte mit dem biodynamic zeug raus. Und das sollten wir dann eine Stunde lang immer 20 Sekunden in die eine Richtung rühren und dann in die andere.So schnell, dass sich in der Mitte ein Loch ergibt, wie bei nem Strudel. Ich frage noch ganz ungalublich „eine Stunde???“ weil so ein bisschen Erdkram in so viel Wasser sich doch schnell auflöst. Aber gut wir fangen an. Immer abwechselnd, damit es nicht zuu anstrengend wird.
Und dann wird mir erklärt warum wir uns das eine Stunde antun: damit alle Energie der Sterne und des Universums in dieses Wassergemisch einfließen , damit auch alles schön wächst.
AHHHH. Na dann bleib mal motiviert die letzten Armkräfte dafür aufzubringen.

Naiv wie ich bin frag ich natürlich auch noch ob wir denn eine Maschine hätten, damit wir alles übers Grundstück sprayen können...Haha. Nein. Wir haben Äste von irgendwelchen Büschen die wir dann immer mal in den Eimer eingetunkt haben und übers Riesengrundstück gelatscht sind und weggespritzt haben!Also da hat mich dann wirklich jegliche Motivation verlassen! Es waren ungefähr 50 liter Wasser mit einer Tasse voll biodynamischen Zeugs, was nichts anderes ist als Kompost, gemischt, das wir eine Stunde lang wie die Verrückten gerührt haben. Also eigentlich nur Wasser!!!
Und das dann immer im Kreis, mit bestimmter Wegspritztechnik 3h lang übers gesamte Gelände verteilen. Meinen letzten Rest hab ich echt nur noch mit dem ganzen Eimer ausgeschüttet:)


Aber sonst war es ein ganz wundervoller Aufenthalt und ich habe so viel übers Essen, Kochen, gesunde Leben, Familie und harmonisches Zusammenleben gelernt!

Dienstag, 9. November 2010

Nix fürs Optische.

Bilder füge ich später hinzu, wenn ich die von den andern habe!
Wem es also zu langweilig ist bei der Masse von Text zu lesen, was ich verstehen wartet einfach ein bisschen.Aber wollte rechtzeitig alle auf dem laufenden halten.
küsse(bin jetzt gut in Hobart angekommen)

Tassi lässt auf sich warten.

Als ich wieder allein mit dem großen Rucksack durch die riesigen Hallen der Southern Cross Station gelaufen bin, habe ich erstmal wieder registriert, dass ich auf Reisen bin!
Ich fühl mich einfach die ganze Zeit so wohl und komm mir kein einziges Mal fremd vor und durch die Arbeit hab ich jetzt nen festen Freundeskreis und alle aus meinem Hostel sind wie ne große WG, das hat ich echt noch nie so sehr in nem Hostel.Da kann man die Ranzküche und den Schimmel über der Dusche auch mal ganz leicht übersehen:) Hat aber auch nur 80 dollar die Woche gekostet.

Jetzt sitz ich am Gate. Der Flieger hat 3 1/2 Stunden Verspätung...
Dafür haben wir 8 dollar Gutschein bekommen und ich hätte eh noch in Hobart 4 Stunden in nem Café rumsitzen müssen, bis mich mein WWOOFing Papa abholt. Also wieder Geld gespart und mir dafür hier nen leckeren Kaffee und Baguette geholt:)

Kenn jetzt schon drei Leute in Tasmanien:) Hab ich gestern Abend im Kasino kennengelernt. Auch aus Deutschland. Die fliegen 4 Stunden nach mir.Ha vielleicht fliegen sie dann einfach mit mir, die Verspätung wird bestimmt noch um weitere drei Male nach hinten verschoben

Meine Pläne haben sich jetzt ein bisschen geändert. Bleibe jetzt doch nur 2 Wochen in Tasmanien. Möcht noch 8 Tage nach Melbourne zurück und die Zeit mit meinen Freunden genießen, weil die meisten fliegen Anfang Dezember weg, dann kann ich getrost nach Aidelaide gehen:)
So kann ich dann auch noch den Roadtrip zur Great Ocean Road machen. Mit Isabelle und lauter Musik!

Suchtgefahr.


Es ist wieder jemand neues in mein Leben getreten, Isabelle.Sie arbeitet mit der Supervisorin Laura zusammen, die mir am meisten erklärt hat und nach mir die jüngste mit 23 ist! Immer wenn ich mit meiner Area fertig war hab ich den beiden geholfen und dadurch hab ich mich mit Isabelle angefreundet(auch deutsch) und wir sind immer zusamm nach Hause gefahren:)

Wir lachen uns nur krank, was wahrscheinlich auch daran lag, dass wir dauer müde waren und deshalb alles nur witzig fanden, aufjedenfall sind wir jetzt ziemlich gute Freunde.
Am Sonntag hat unserer Obersupervisor uns und Laura erstmal zum Essen eingeladen, haha und Abends sind wir ins Kasino!


Das macht ja sooo Spaß. Haben aber nur Roulette gespielt. Haha ich habe 20 Dollar verloren aber das war es echt wert, habe auch ungefähr 1 Stunde damit spielen können.Immer mal wieder was gewonnen und dann wieder verloren:)

Gestern haben wir dann Isabelles Geburtstag reingefeiert, und da im Kasino viele gute Clubs sind, waren wir natürlich auch wieder am Roulette tisch:) Ich habe aber diesmal kein Geld getauscht!Aber ich habe immer für einen Jungen gesetzt und das wurde dann echt voll gruselig!Ich habe ohne scheiß 10mal hintereinander immer die richtige Farbe vorrausgesagt!!!!!Und dann hat er gesagt, ok der nächste chip den du legst, von dem kannst du den Gewinn behalten.
Na da kann sich ja jeder denken was passiert ist!
Naja einfach zu viel Glück in der Liebe.

Jaja also echt spaßig!!Aber wirklich Suchtgefahr!wenn man diese Chips in der Hand hat will man einfach spielen, die kann man nich aufsparen:)Und das ganze Ambiente ist einfach umwerfend! Es war RIESIG!!!
Ich hab erstmal 20 Minuten gebraucht, eh Isabelle und ich uns da gefunden haben,da mich einer aus meinem Hostel mitm Auto an dem 2.Haupteingang rausgelassen hat!haha.Aber echt besuchenswert!!


Mit Svenja im Hostel ist es auch super schön und spaßig! Es ist so gut die ganzen Körperschmerzen nicht alleine durchzustehn:) und nicht allein um 4 zu frühstücken und zu zweit rafft man sich schon eher mal auf noch was richtiges zu kochen auch wenn man eigentlich nur schlafen will, man aber weiß dass man die Energie braucht!
Haben uns n paar Tupperschachteln gekauft und dann immer schon das Essen für den nächsten Tag vorbereitet und mitgenommen!
Und uns am Abend natürlich immer mit leckerster Schokolade oder Muffins belohnt:)

Also alles super!

Ich habe überlebt.


115 Stunden Arbeit in 9 Tagen. Jeden Morgen um 4 raus.Teile von meinen Füßen sind immer noch taub. Die Hände sind angeschwollen und ausgetrocknet. Ich habe überall blaue Flecken.

Der erste Race-Tag war Horror für mich. Ich hab mich stellenweise komplett überfordert gefühlt.
Ich hatte 2 Levels zu managen, in die man nur mit Einladung reinkommt (man stelle sich also das Klientel vor), anstatt 5 standen auf einmal 13 Leute vor mir ,denen ich nun sagen sollte was sie zu tun haben (ich war natürlich die jüngste unserer Crew), und ich musste mit allen Caterern und Barchefs sowie allen anderen Supervisorn durch ein Walkie-talkie kommunizieren und das alles mit meinem Schulenglisch!


Nach 14 Stunden größtem Druck, kompletter Verantwortung und Angst auch nur eine 5minütige Pause zu machen, war der erste Tag auch schon vorbei! Es ist nichts wirklich schief gelaufen, außer dass es draußen geregnet hat und man deshalb kaum durch die Menge kam, weil alle zu uns rein gekommen sind.
Trotzdem hätt ich an dem Abend nur heulen können, weil ich mich mit dieser Riesenaufgabe und Herausforderung doch echt etwas verloren gefühlt habe.

Aber dann kam der erste off-day.

Ich habe alles gefragt was man fragen konnte:) Ich weiß nun was pan and broom , blade kit und vakuum ist. Ich konnte in Ruhe mit allen einzelnen Bar und Restaurantchefs reden, wie viele Mülleimer sie benötigen, welche und so weiter...und ich weiß jetzt genau welches chemical für was benutzt wird:)
Wie man nun am besten und effektivsten Glasfronten oder Toiletten putzt hab ich mir einfach ausgedacht, irgendwas musst ich meinem staff ja zeigen und erklären:)
Selbst das radio wurde unterhaltsam, da Cleanevent seine Lustigkeit ja nicht verloren hat und so entstanden sogar Insiderwitze zwischen mir und anderen Supervisorn über das radio und die Zusammenarbeit mit allen hat echt Spaß gemacht.
Und am Ende waren ich und meine Crew, die ich alle so sehr lieb gewonnen habe und ohne die ich es nie geschafft hätte, meist so schnell fertig, dass wir noch in anderen Areas helfen konnten.
Auch wenn ich es erst komisch fand, dass ich die Chefin von teilweise Mitt-fünzigern war, habe ich mich mit allen super gut verstanden.


Ich habe echt teilweise Abends von meinem staff sms bekommen, von wegen dass ich nen guten job heut geleistet hätte und dass ich mich ausruhen solle:)haha soo süß!!

Die race Tage wurden dann immer besser und am letzten habe ich mich sogar etwas gelangweilt weil alles so unter Kontrolle war, dass ich nichts mehr zu tun hatte.

Am letzten Tag war ich dann wieder voller Melancholie und auch wenn das alles soo kraftraubend war, werde ich doch alle tollen Cleaneventmenschen aber auch die Security und Bar und Informationsleute vermissen!

Nun hab ich vor nichts mehr Angst. Das ich diese Herausforderung echt irgendwie gut gemeistert habe, gibt mir das Gefühl, dass ich alles schaffen kann, wenn ich möchte. Haha.Das wird wahrscheinlich auch nicht so lange anhalten aber gerade bin ich einfach nur froh für diese krasse Erfahrung und als die böse und immer gestresste „Peter Rowland“ Chefin zu meinen Supervisorn gesagt hat „this little one has done a gorgeous job“, war ich doch auch ein wenig stolz .